Eine „kleine Sensation“ in Reilingen: Grabungsfund auf Gelände der Burg Wersau

Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 22.12.2016 – von Anna Becker

Geschichte kann weitergeschrieben werden: Bei Grabungen auf dem Gelände der Burg Wersau ist die Zeitkapsel der Mühle entdeckt worden

Wie groß ihr eigener „Schatz“ war, den die kleine Johanna Luise Babette Gelb einst in ein Säckchen packte? Vier Kreuzer lagen darin, als im Jahr 2016 die Menschen, die an den Ausgrabungsarbeiten der Burg Wersau beteiligt sind, den Beutel wieder in ihren Händen hielten. Zwischen der Gabe des Mädchens aus Reilingen und dem Fund liegen immerhin 147 Jahre. Johanna Gelb lebte seinerzeit in der Mühle, die der Burg folgte.

In einer kleinen Schatulle sind historische Zeitdokumente verborgen

In einer kleinen Schatulle sind historische Zeitdokumente verborgen

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Dirk Müller steigt als Investor bei Wersau aus

Artikel aus der Schwetzinger Zeitung vom 03.12.2016 (Text Jürgen Gruler)

Schlossmühle: Drei Jahre Wartezeit auf Bebauungsplan sind Investor zu viel / Freie Wähler und CDU fordern Einstieg der Gemeinde

Dirk Müller steigt aus dem Projekt Schlossmühle aus und zieht sich als möglicher Investor für einen Wiederaufbau mit Museum, Archäologiepark, acht bis zehn Ferienwohnungen, Trauzimmer, Veranstaltungsraum und Gastronomiebereich zurück. Die Gründe hat er Bürgermeister Stefan Weisbrod unmissverständlich in einem Brief dargelegt: Nach inzwischen drei Jahren seit dem Grundsatzbeschluss habe es die Gemeinde nicht fertiggebracht, den Bebauungsplan fertigzustellen und damit die Voraussetzung für eine Umsetzung des Projektes zu schaffen.

Die Ergebnisse der Grabungen auf dem Wersaugelände haben die Erwartungen des Arbeitskreises bei weitem übertroffen. Wie werden sie künftig präsentiert?

Die Ergebnisse der Grabungen auf dem Wersaugelände haben die Erwartungen des Arbeitskreises bei weitem übertroffen. Wie werden sie künftig präsentiert?

Die Verwaltung habe weder die monatliche Information über den Sachstand wahrgenommen noch die dauerhafte Streitsituation mit den Nachbarn befriedet. Deshalb ziehe er sich schweren Herzens zurück, stehe aber weiterhin für Gespräche über alternative Entwicklungsmöglichkeiten bereit.

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Landesamt für Denkmalpflege stellt Funde aus dem Grundstein der Schlossmühle vor

Landesdenkmalpflege BW Pressetermin am Dienstag, den 20. Dezember 2016 um 14.00 Uhr

Bei den Abrissarbeiten der Reilinger Schlossmühle im Jahr 2015 konnte der
inschriftlich gekennzeichnete Grundstein des 1869 im Zuge umfassender
Umbaumaßnahmen durch die Familie Zahn errichteten Mühlengebäudes gesichert
werden. Dabei wurde in dem Stein eine ursprünglich eingebaute, mit Glas bedeckte
Einlassung entdeckt. Bei der Öffnung durch das Grabungsteam des Landesamtes für
Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart kam eine Metallkiste zutage, die
sowohl Münzen als auch Schriftstücke enthielt.

Die Anspannung beim Öffnen des Metallbehälters ist mit den Händen zu greifen

Die Anspannung beim Öffnen des Metallbehälters ist mit den Händen zu greifen

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Auf zum Reilinger Adventsmarkt

Unser Stand ist mittlerweile aufgebaut und wir freuen uns riesig über euren Besuch. Die Feuerschale wird uns heute Nacht ordentlich wärmen und der Schmied wird seine Künste zum Besten geben.

Gegen 21 Uhr wird uns Peter Geng beim Historischen Adventssingen in Stimmung bringen (Zeitpunkt in Abhängigkeit des Programmablaufs auf der Hauptbühne).

Bei uns gibt es lecker Glühwein mit viel Liebe und in Handarbeit aus Dornfelder gemacht sowie unsere selbstgemachte Gulaschsuppe.

Fund eines Kiliansschillings auf der Burg Wersau

Immer wieder gibt es tolle Münzfunde auf dem Grabungsareal auf der ehemaligen Burg Wersau. Neuestes Beispiel ist die Entdeckung eines sogenannten Kiliansschillings, der im Jahre 1696 geprägt wurde. Gefunden wurde sie von einem Mitglied der Archäologie-AG des Gauß-Gymnasiums Hockenheim. Wie die Münze auf die Wersau kam, bleibt derzeit noch ein Rätsel.

Kiliansschilling (geprägt 1696)

Kiliansschilling (geprägt 1696)

Der Kiliansschilling geht auf die Zeit des Würzburger Fürstbischofs Johann Gottfried von Guttenberg zurück, der von 1645 bis 1698 lebte. Die heutige Adelsfamilie ist mit dem Dirigenten Ennoch von Guttenberg und dem ehemaligen Bundesminister Karl Theodor zu Guttenberg immer noch sehr bekannt.

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Letzte Unterrichtsstunde in diesem Jahr

Der Arbeitskreis Burg Wersau, der schon 5 Jahre diese Form des Unterrichtes praktiziert, blickt zufrieden auf das wachsende Interesse der Gymnasien rund um Reilingen. Das Angebot der etwas anderen Art der Vermittlung regionaler Geschichte wird mehr und mehr wahrgenommen.

Haben anfänglich Grund- und Hauptschulen an dem Programm teilgenommen, so waren in diesem Jahr hauptsächlich die Gymnasien vertreten. Alleine das Ott-Heinrich-Gymnasium aus Wiesloch besuchte mit seinen sämtlichen sechsten Klassen das Archäologiegelände.

ottheinrich-gymnasium

Die Schüler des Ottheinrich-Gymnasiums beim Rundgang

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Tag des offenen Denkmals

Gemeinsam Denkmale erhalten

Strahlend blauer Himmel und hohe Temperaturen empfing die über 300 Besucher beim Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 auf dem Ausgrabungsareal der ehemaligen Burg Wersau und auf den umliegenden Kisselwiesen.

Viele interessierte Bürger aus Reilingen und den umliegenden Gemeinden sowie einige Gemeinderäte, ehemalige Bürgermeister und sogar eine 50-köpfige Delegation aus dem kleinen Städtchen Wersau im Odenwald kamen zu Besuch, um einen Einblick in die Ausgrabungen der Burg Wersau zu bekommen.

Willy Krüger begrüßte die anwesenden Gäste

Willy Krüger begrüßte die anwesenden Gäste

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Gemeinsam Denkmale erhalten – Arbeitskreis sowie Förderverein Burg Wersau laden zum Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 in Reilingen ein

Begehung der Ausgrabungsstätte „Burg Wersau“ sowie der Fröschau und der Kisselwiesen unter wissenschaftlicher Führung

Veranstaltungsort: Reilingen, Schlossmühle 2 – Eröffnung um 11:00 Uhr durch Bürgermeister Stefan Weisbrod – Ende gegen 17:00 Uhr

Viele interessante Eindrücke von einem historischen archäologischen Gelände erwarten uns am 11. September 2016 beim Tag des Denkmals. Das Grabungsareal weist ein paar Besonderheiten auf. Es ist nicht römisch, es gibt auch keine Burg mehr und auch ein Weinkeller wurde bisher noch nicht gefunden. Dafür wurden allerdings Tausende von Scherben und andere bedeutende Funde aus vielen Jahrhunderten entdeckt. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Weiterlesen »