Werkzeug des Archäologen: Der Pantograf

Eines der wichtigen Werkzeuge für Archäologen ist der sogenannte Pantograf, ein Ding aus Schnüren und Metall mit dem man Einen Befund in eine Zeichnung übertragen kann. Am Wochenende befand sich dieser wieder einmal auf der Burg Wersau im Einsatz. Das Prinzip des Pantografen ist es mittels Dreiecksübertragung ein vorhandenes Bild zu verkleinern. Durch die Grabungssituation ist das allerdings nicht so einfach und führte zur Erfindung eines Gerätes das mit Schnüren und spezieller Mechanik funktioniert. Am besten man schaut sich das „Ding“ einmal auf einem Bild an:

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Funde Oktober 2018

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Auf Burg Wersau wird natürlich fleissig weiter gegraben. Heute, am 6. Oktober 2018 ergaben sich einige interessante Funde und Erkenntisse. Hier einige Bilder und kurze Erklärungen.

Blick in die aktuelle Ausgrabung. Wahrscheinlich handelt es sich hier um den bisher verschütteten Burggraben. Die gelblichen höheren Schichten enthielten fast keine Funde, während die darunter liegenden dunkleren zahlreiche Keramiken freigeben (sichtbar rechts im Bild). Der dunklere Teil in der Mitte ist ein Holzbrett, sicher einige hundert Jahre alt.

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Erfolgreicher Start in die Grabungssaison

Auf der Wersau war in den ersten eineinhalb Monaten der neuen Grabungssaison schon mächtig was los

Mit großen Arbeitseinsätzen begann der Monat April, um die Grabungsschnitte wieder vorzeigbar zu machen. Mähaktionen, ob mit dem kleinen Mäh-Traktor, der Motorsense oder dem Motorrasenmäher nahmen alleine zwei Samstage in Anspruch. An einem weiteren Samstag wurden die Grabungsschnitte von den Abdeckungen und die Schnitte durch die Damen der Archäologie-Abteilung vom Unkraut befreit. Nicht zu kurz kam der Aussichtsberg, den man zwischendurch mit immer neuen Blumen bestückte. Eine wirklich lohnende Arbeit.

Der neu gestaltete Aussichtshügel

360 Grad-Ansicht vom Grabungshügel aus gesehen

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Landesamt für Denkmalpflege stellt Funde aus dem Grundstein der Schlossmühle vor

Landesdenkmalpflege BW Pressetermin am Dienstag, den 20. Dezember 2016 um 14.00 Uhr

Bei den Abrissarbeiten der Reilinger Schlossmühle im Jahr 2015 konnte der
inschriftlich gekennzeichnete Grundstein des 1869 im Zuge umfassender
Umbaumaßnahmen durch die Familie Zahn errichteten Mühlengebäudes gesichert
werden. Dabei wurde in dem Stein eine ursprünglich eingebaute, mit Glas bedeckte
Einlassung entdeckt. Bei der Öffnung durch das Grabungsteam des Landesamtes für
Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart kam eine Metallkiste zutage, die
sowohl Münzen als auch Schriftstücke enthielt.

Die Anspannung beim Öffnen des Metallbehälters ist mit den Händen zu greifen

Die Anspannung beim Öffnen des Metallbehälters ist mit den Händen zu greifen

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Letzte Unterrichtsstunde in diesem Jahr

Der Arbeitskreis Burg Wersau, der schon 5 Jahre diese Form des Unterrichtes praktiziert, blickt zufrieden auf das wachsende Interesse der Gymnasien rund um Reilingen. Das Angebot der etwas anderen Art der Vermittlung regionaler Geschichte wird mehr und mehr wahrgenommen.

Haben anfänglich Grund- und Hauptschulen an dem Programm teilgenommen, so waren in diesem Jahr hauptsächlich die Gymnasien vertreten. Alleine das Ott-Heinrich-Gymnasium aus Wiesloch besuchte mit seinen sämtlichen sechsten Klassen das Archäologiegelände.

ottheinrich-gymnasium

Die Schüler des Ottheinrich-Gymnasiums beim Rundgang

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Gründungsstein der Wersauer Schlossmühle mit historischen Zeitdokumenten geborgen

Vor der Winterpause kam Anfang November nochmals ein Bagger auf dem Gelände der ehemaligen Burg Wersau zum Einsatz. Im Zuge der aufwendigen archäologischen Untersuchungen wurden letzte Abrissmaßnahmen im Kellerbereich der Wersauer Schlossmühle vorgenommen. Ziel war es vor allem, die „moderneren“ Mauerfundamente der Aus-und Anbaumaßnahmen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (1869, 1911) zu entfernen. Damit konnten die schon im Vorjahr begonnenen Abrissarbeiten beendet werden. Zugleich war es mit dieser Aktion möglich, einen Überblick darüber zu gewinnen, ob noch weitere ehemalige Gebäudeteile auf historischen Fundamenten ruhen. Für die Archäologen war dies von besonderer Bedeutung. Schließlich war bei den Ausgrabungen im Jahresverlauf festgestellt worden, dass sich direkt unter den Mauern der Mühle die Gebäudefundamente der ehemaligen Tortürme und die Burgmauer der ältesten Burgphase des 13. und 14. Jahrhundert befinden. Weiter lesen ...

Universität Heidelberg gräbt nach ihren Wurzeln

Lehrgrabung Uni Heidelberg - Burg Wersau ReilingenWie der Presse die letzten Tage schon zu entnehmen war, führt die Universität Heidelberg, unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Maier und Justin Schmidt vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie, gerade Lehrgrabungen auf der Burg Wersau durch.

An der Lehrgrabung nehmen zirka dreißig Erstsemester-Studenten teil, für die dies die erste Ausgrabung ist. Justin Schmidt: „Für die Uni und die Studenten ist das eine super Gelegenheit. Das Gelände birgt viele Überraschungen und alle Facetten, die einen Archäologen so erwarten. Zudem ist es, aufgrund der Ortsnähe, logistisch einfach angenehm. Ganz zu schweigen von der Betreuung durch den Arbeitskreis Wersau und den Förderverein.“ Weiter lesen ...

Die Aktivitäten auf Burg Wersau gehen weiter!

Seid herzlich gegrüßt Freunde unserer Burg Wersau,

auch im November setzt der Arbeitskreis Burg Wersau die Aktivitäten auf der Wersau fort. So war wieder Arbeitseinsatz und die aktiven Mitglieder vom Arbeitskreis trafen auf dem Areal der ehemaligen Burg Wersau ein. Da die anstehenden Aufgaben vielfältig sind, waren die fleißigen Helfer an verschiedenen Stellen auf dem Burggelände verteilt. Jeder bestückte sich mit den benötigten Arbeitsutensilien und begab sich an die jeweilige Stelle. Nach Anweisung von Herrn Justin Schmidt von der Universität Heidelberg wurden die Arbeiten durchgeführt.
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