Baden-Württembergs Landesarchäologe lobt Ausgrabungen auf der Burg Wersau und ehrenamtliches Engagement

Professor Dr. Dirk Krauße zu Gast im Rathaus

Als höchsten Repräsentanten der Archäologie in Baden-Württemberg hat Bürgermeister Stefan Weisbrod Professor Dr. Dirk Krauße im Rathaus begrüßt. Sichtlich beeindruckt war der Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege von den Bemühungen um die wissenschaftliche Erforschung der Burg Wersau.

Als „höchst interessant und unglaublich spannend“ sieht Krauße das „exzellente Zusammenspiel“ zwischen der wissenschaftlichen Tätigkeit der Universität Heidelberg, dem Amt für Denkmalpflege und dem enormen örtlichen bürgerschaftlichen Engagement. Gerade mit dem breiten ehrenamtlichen Engagement des Arbeitskreises Burg Wersau sieht er das kulturhistorische Projekt in Reilingen landesweit in einer „außerordentlichen Sondersituation“. Vermutlich sei es auch die einzige Grabung landesweit, bei der Kinder und Jugendliche eingebunden und beteiligt sein und damit Archäologie und Geschichte hautnah erleben könnten.

In einem intensiven Austausch der zahlreichen Beteiligen wurden die vielseitigen Möglichkeiten des weiteren Vorgehens ausgelotet und seitens des Landesamtes für Denkmalpflege die notwendige Unterstützung zugesagt.
Foto: Gemeinde

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Erstes Lichterfest auf der Wersau sorgte für Begeisterung und Gänsehautmomente

Ein nicht besseres Wetter konnten die Mitglieder des Arbeitskreises Burg Wersau und des Fördervereins erwischen, als sie am Samstag, den 14. Juli 2018 zum ersten Lichterfest auf der Wersau einluden. Die Veranstaltung begann bereits am Nachtmittag und so konnten sich die Besucher den hübsch hergerichteten und stets gepflegten Archäologiepark aus der Nähe und zunächst bei Tageslicht anschauen. Hella Müller, die Leiterin des Arbeitskreises Burg Wersau, führte mehrmals sachkundig über das Gelände und erklärte die einzelnen Grabungsschnitte. Zum frühen Abend füllte sich das Burgareal zusehends und die fleißigen Helfer bekamen nach und nach immer mehr zu tun. Glücklich über den regen Zuspruch sorgten diese mit kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen sowie allerlei Leckereien wie zum Beispiel Pulled Pork mit Kraut im Brötchen, Wildschwein- und Rindsbratwürsten sowie Brötchen mit vegetarischem Brotaufstrich für das leibliche Wohl der Besucher. Die Band „Stonehenge“ um den Sänger Klaus Städtler rundeten mit handgemachter Musik das stimmungsvolle Ambiente ab.

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Grabungssaison 2018 in vollem Gange

Seit Anfang März ist die neue Grabungssaison angelaufen. Bedingt durch die Minustemperaturen Ende Februar war der Boden gefroren und deshalb konnte nicht eher gegraben werden.

Erneut sind Studenten der Universität Heidelberg auf dem Anwesen der ehemaligen Burg Wersau, um hier eine Lehrgrabungskampagne durchzuführen. Unterstützt werden sie vom Grabungsleiter der Universität Heidelberg Justin Schmidt. Derzeit werden die Fundamente eines Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert freigelegt. Wer schon eine Weile nicht mehr auf dem Areal der Burg Wersau war, wird sich wundern, wieviel hervorragende Arbeit hier geleistet wurde.

Die Grabungsarbeiten sind hervorragend vorangekommen

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Medienwirksame Unterstützung der Burg Wersau durch Karlsruher Studenten

20 Studenten aus dem 3. Bachelor-Semester Wissenschaft-Medien-Kommunikation des Karlsruher Instituts für Technologie (Abteilung Wissenschaftskommunikation) sowie die Dozentin Lisa Leander besuchten am 11.11.2017 das Grabungsareal der ehemaligen Burg Wersau.

Deren Projekt über die nächsten Wochen wird es sein, wie man am Beispiel der Burg Wersau die Öffentlichkeitsarbeit mit multimedialen Beiträgen unterstützt, um die Akzeptanz der Bevölkerung in Reilingen sowie in den umliegenden Gemeinden für solche arbeits- und geldintensiven Ausgrabungs- und Forschungsarbeiten zu steigern und allgemein das Interesse zu wecken. Nicht jedem ist bewusst, mit wieviel persönlichem Engagement die ehrenamtlichen Mitarbeiter solcher Ausgrabungen dies überhaupt erst möglich machen und darauf gilt es hinzuweisen. Fördervereine sorgen dafür, dass die Kassen der Kommunen möglichst gering belastet werden und zudem soll in Zukunft bei entsprechender Nachfrage ein Ausgrabungscamp auf der Burg Wersau weitere Einnahmen bringen.

Mit diversen Konzepten zum Erfolg

Die Studenten der Abteilung Wissenschaftskommunikation des KIT haben sich mehrere Themenschwerpunkte ausgesucht, um hier möglichst breit gefächerte Unterstützungsarbeit leisten zu können. Nach erfolgter Begrüßung durch Hella Müller, der Leiterin des Arbeitskreises Burg Wersau, führte Justin Schmidt, der Grabungsleiter der Universität Heidelberg durch die unterschiedlichen Bereiche des Ausgrabungsareals.

Große Vorfreude bei den Studenten und dem AK Burg Wersau

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Besuch aus Fernost für die Burg Wersau

Die ehemalige Burg Wersau lockt selbst Besucher aus dem fernen Asien an. So geschehen am 21. August 2017, als Yuki und Peter Babucke aus dem fernen Japan anreisten, um sich unter anderem auf dem Grabungsareal der Burg Wersau umzusehen. Peter Babucke arbeitet in leitender Funktion an der Tokyoter Börse, er und seine Frau Yuki hatten vom 1. Vorsitzenden des Fördervereins Burg Wersau, Herrn Dirk Müller, von den Ausgrabungen gehört und wollten sich dann lieber über die echten Ausgrabungen vor Ort informieren als sich das Heidelberger Schloss anzusehen.

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Ferienkinder zu Gast im Archäologie-Park Burg Wersau

Hoher Andrang beim Ferienprogramm des Arbeitskreises Burg Wersau

Nicht nur schönes Wetter entscheidet über das Gelingen einer Freizeitgestaltung, sondern ein Herz für Kinder.

Rundum wohl fühlten sich die 25 Ferienkinder, die den Weg in den Archäologie-Park der Burg Wersau fanden. Leider war es dem Arbeitskreis auf Grund der vielen Grabungsschnitte und der dadurch vorhandenen Gefahrenquellen nicht möglich, die Zahl der Teilnehmer zu erhöhen. Die Anmeldeliste zeigte, dass gerne noch mehr Kinder an dieser Veranstaltung teilgenommen, hätten aber die Vernunft musste siegen. Nach einer launigen Begrüßung durch Hella Müller, einem kühlen Getränk und der obligatorischen Bearbeitung der Namensliste ging es endlich los.

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Besuch beim Ottheinrich-Gymnasium Wiesloch

Ungefähr 180 Schüler lauschten Hella Müller am 21. Juli 2017 bei Ihrem Rückblick auf die 6 Besuche des Gymnasiums im Jahre 2016/17. Da jede Klasse einen anderen Schwerpunkt hatte, wurden diese noch einmal hervorgehoben. Die Klasse 6 e hatte beispielsweise das Thema „Numismatik“, die Klasse 6 a „Karl der Große“ usw. Überrascht war Hella Müller über das gespeicherte Wissen. Besondere Freude kam auf, als sie verkündete, dass  die 100 mitgebrachten Bilder, die mit Hilfe  der engagierten Lehrerin Frau Gutemann vor Beginn des Vortrags auf eine Wäscheleine aufgehängt wurden, mitgenommen werden dürfen.

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Arbeitskreis Burg Wersau beteiligt sich an der Eröffnung des Fahrradweges

Nicht genug der Grabungsaktivitäten beteiligte sich der AK an der Eröffnung des Fahrradweges in Form eines Willkommensgrußes  – Waffeln mit Erdbeeren, frisch vom Bauer Schröder und heißem Kaffee. Kalte Getränke stellte die Gemeinde zur Verfügung. Philipp Bickle präsentierte sich im Cut mit seinem Holzlaufrad und Willi Krüger im Wersauer-Gewand um die Gäste, wie auf der Wersau üblich, mit seiner Fanfare zu begrüßen. Die wehenden Fahnen Wersau/Reilingen zeigte den Radlern den Weg. Ein kurzer Stopp, Begrüßungsworte von Bürgermeister Weisbrod, Kurzerklärung von Hella Müller über den Standort und schon ging begleitet mit den guten Wünschen der Wersauer weiter auf dem neuen Radweg. Kaffee „all“, Erdbeeren „all“, Waffeln „all“ –  es war wie immer eine „runde Sache“.

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Erfolgreicher Start in die Grabungssaison

Auf der Wersau war in den ersten eineinhalb Monaten der neuen Grabungssaison schon mächtig was los

Mit großen Arbeitseinsätzen begann der Monat April, um die Grabungsschnitte wieder vorzeigbar zu machen. Mähaktionen, ob mit dem kleinen Mäh-Traktor, der Motorsense oder dem Motorrasenmäher nahmen alleine zwei Samstage in Anspruch. An einem weiteren Samstag wurden die Grabungsschnitte von den Abdeckungen und die Schnitte durch die Damen der Archäologie-Abteilung vom Unkraut befreit. Nicht zu kurz kam der Aussichtsberg, den man zwischendurch mit immer neuen Blumen bestückte. Eine wirklich lohnende Arbeit.

Der neu gestaltete Aussichtshügel

360 Grad-Ansicht vom Grabungshügel aus gesehen

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Eine „kleine Sensation“ in Reilingen: Grabungsfund auf Gelände der Burg Wersau

Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 22.12.2016 – von Anna Becker

Geschichte kann weitergeschrieben werden: Bei Grabungen auf dem Gelände der Burg Wersau ist die Zeitkapsel der Mühle entdeckt worden

Wie groß ihr eigener „Schatz“ war, den die kleine Johanna Luise Babette Gelb einst in ein Säckchen packte? Vier Kreuzer lagen darin, als im Jahr 2016 die Menschen, die an den Ausgrabungsarbeiten der Burg Wersau beteiligt sind, den Beutel wieder in ihren Händen hielten. Zwischen der Gabe des Mädchens aus Reilingen und dem Fund liegen immerhin 147 Jahre. Johanna Gelb lebte seinerzeit in der Mühle, die der Burg folgte.

In einer kleinen Schatulle sind historische Zeitdokumente verborgen

In einer kleinen Schatulle sind historische Zeitdokumente verborgen

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