Ende der Saison 2015

An diesem Wochenende wurde die Grabungsaison 2015 beendet und die gesamte Anlage auf dem Grabungsgelände winterlich verpackt. Hier sind einige Eindrücke über die Anlage und die letzten Erkenntnisse der Forschung:

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Der neue Container soll die Funde auf dem Gelände sicherer verwaren. Die Sicherheit gilt eher dem Erhalt als der Gefahr von Diebstahl: Es handelt sich um tausende von Scherben, die für die Forschung wichtig sind, aber keinen kommerziellen Wert darstellen.

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In diesem Grabungsabschnitt traten zuletzt die interessantesten Informationen zu Tage. Hier treten besonders deutlich die unterschiedlichen Bauabschnitte der Schloßmühle in verschiedenen Jahrhunderten zu Tage.

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Die Reste des alten Mühlengebäudes werden in den nächsten Tagen abgerissen. Dabei sollen aber die Teile erhalten bleiben, die vor dem 19. Jahrhundert errichtet wurden.

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So sieht es im innern des neuen Containers aus, der auch für weitere Arbeiten genutzt werden soll

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Mitglieder des AK Wersau beim aufräumen

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Die Zeltkonstruktionen werden zusätzlich mit Planen gesichert und beschwert.

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Am Nachmittag stärkt sich die Arbeitsgruppe bei Kaffee und Kuchen.

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Die beiden runden, vermauerten Löcher waren einst die Lager des Mühlrades. Nach den Erkenntnissen der Archäologen wurde das linke, ältere nach einem Brand, vermutlich im 17. Jahrhundert, aufgegeben. Hat auch hier der pfälzische Erbfolgekrieg gewütet? Weitere Forschung kann darüber aufschluß geben.

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Wie Sie sehen, sehen sie nichts. Oder Doch? Dem Archäologen gibt diese Schnitt Auskünfte über die zeitliche Lage der einzelnen Schichten im Boden. Und damit natürlich auch über die angrenzenden Gebäude.

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Bei diesem mächtigen Mauerwerk handelt es sich wahrscheinlich um ein Brückenlager. Was noch Kopfzerbrechen bereitet, ist das gegenüber liegende Lager, das bereits 2011 ausgegraben wurde: Es passt im Winkel überhaupt nicht mit diesem zusammen. Hier wurde wohl mehrfach überbaut – Was Die Rekonstruktion nicht einfacher macht …

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Liegt hier der Schatz der Wersau? Wohl eher nicht. Bei den Abrissarbeiten kam unter der alten Kellertreppe ein Hohlraum zu Tage, den seit 150 Jahren Niemand mehr betreten hat. Er enthielt…. Nichts.

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Unter der Mauer rechts erkennt man Mauern (teilweise durch Folie abgedeckt) die sich tatsächlich auf der anderen Seite zu einem quadratischen Fundament ergänzen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben wir es hier mit einem Turmfundament zu tun, das bis ins Mittelalter zurück geht. Rechteckige Türme sind gegen Beschuss empfindlicher als Runde. Tatsächlich findet sich das Fundeament eines runden Turmes aus jüngerer Zeit zu diesem vorgelagert.

 

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