Ausgrabungen auf Burg Wersau

Lange hatte es gedauert, aber zum Schluss waren die Bedingungen doch erfüllt. Die Universität Heidelberg mit dem Institut für Früh- und  Vorgeschichte entsandte eine Team unter der Leitung von Professor Mayer zu einer Lehrgrabung auf die Burg. Das Team bestand aus einer Reihe von Studenten und Doktoranden des Instituts und wurde während seiner Anwesenheit von Mitgliedern des Arbeitskreises Burg Wersau tatkräftig unterstützt.

Die Archäologen beschlossen einen alten Mühlgraben, der in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts zugeschüttet worden war an zwei Stellen auszuheben. Auf diese Art und Weise erreicht man, dass man an die eigentlichen Fundstellen schnell herankommt, denn der Aushub einer bekannten Verfüllung bedarf keiner besonderen Vorsicht. Und so konnte man hier mit schwerem Gerät vorgehen und die alte Verfüllung mit einem Bagger ausheben, was sich auf archäologischen Fundflächen normalerweise verbietet.

Tatsächlich war dass was da zu Tage trat zunächst mal zumindest denen, die alt genug sind nicht ganz unbekannt: Offensichtlich war der Graben kurz vor seiner Verfüllung eine jener wilden Müllkippen geworden, die bis zur Erfindung des Sperrmülls in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Problem geworden waren. Was da zum Vorschein kam waren erst einmal Zeugen des 20. Jahrhunderts.

Doch dann wurde es spannend. Was würde darunter zu finden sein?

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